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Das südliche Ostend war immer ein Teil
Frankfurts, in dem weniger begüterte Menschen
wohnten. Es war auch die Heimat der
größten jüdischen Bevölkerungsgruppe in
Frankfurt und ein industrielles Zentrum.
Der Main zog Industrie und Logistik an, das
Mainufer war gesäumt von Lagerhäusern,
die von der Hafenbahn angedient wurden.
Produktionsbetriebe, Arbeiter und Einzelhändler
lebten und arbeiteten in der unmittelbaren
Nähe. Der Verkehr war stets belebt
und die Preise waren niedrig.
Heute ist die Hafenbahn noch in Gebrauch und der Osthafen ist immer noch die Verbindung zu den Transportwegen auf dem Wasser und ein Job-Motor: Rund 50.000 Arbeitsplätze hängen direkt und indirekt davon ab. Die Hanauer Landstraße hat sich den Entwicklungen gewachsen gezeigt, sie ist nicht nur die verkehrsreichste Straße im Ostend, sondern auch die umsatzstärkste Autoverkaufsmeile in Deutschland. Die EZB wird in der Mitte des südlichen Ostend ihren Platz haben. Es ist daher nur passend, dass der Ortsbeirat einen Platz in der Nähe der EZB „Wim-Duisenberg-Platz“ benannte.
Das südliche Ostend wurde auch – nicht zuletzt durch die Entscheidung der EZB hier zu bauen – von der Stadt Frankfurt wiederentdeckt. Bald wird es nun möglich sein, einen langen ununterbrochenen Spaziergang am Fluss entlang zu machen und sowohl die Landschaft als auch die Skyline zu genießen. Dann wird man auch am gerade im Bau befindlichen Hafenpark vorbei kommen, der zu allen erdenklichen Freizeitaktivitäten einlädt und insbesondere mit seiner ausgedehnten Skateranlage die Skater erfreuen wird. Straßen wie die Sonnemannstraße wurden neu gebaut, der Verkehr neu geordnet und eine neue Mainbrücke wird in Verlängerung der Honsellbrücke gebaut. Die Bebauungspläne für das Honselldreieck und das Gebiet der ehemaligen Feuerwache sehen Einkaufsmöglichkeiten vor. Neue Wohnhäuser wurden errichtet, andere renoviert. Der Zoo gestaltet gerade seinen neuen Eingang, um die Besucher willkommen zu heißen, und setzt noch viele weitere Projekte um, die es zu entdecken gilt. Das noch in Planung befindliche Pinguinhaus ist einer meiner persönlichen Favoriten.
Ein noch abschließend zu gestaltender Platz an der Sonnemannstraße wurde nach Martin Elsässer benannt, dem Architekten der vormaligen Großmarkthalle, die bald das Zuhause der EZB sein wird. Bis die EZB in das Ostend zieht wird der Ortsbeirat damit beschäftigt sein, diesen Umzug für die EZB und auch die jetzigen Bewohner des Ostends vorzubereiten, die bezahlbaren Wohnraum, Schulen und Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder, fließenden Verkehr und öffentlichen Nahverkehr sowie weitere Infrastruktur benötigen. Wenn Sie an diesen Entwicklungen interessiert sind, sehen Sie doch einmal in unserem parlamentarischen Informationssystem PARLIS (nur in deutscher Sprache verfügbar) nach, und geben Sie „EZB“ in die Direktsuche ein, oder besuchen Sie Ihren zukünftigen Ortsbeirat bei einer seiner Sitzungen ( Einzelheiten).
Wir freuen uns auf alle, die mit uns zusammen das Ostend gestalten.
Ricarda Köhler Ortsvorsteherin Bornheim/Ostend