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Von der Wahl des Standorts über den Baubeginn bis hin zur Fertigstellung des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) sind aufgrund der verschiedenen Entscheidungs- und Planungsprozesse viele Etappen zu durchlaufen.
Im Zuge der Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht im Jahr 1992 wurde entschieden, dass die Stadt Frankfurt am Main Sitz der Europäischen Zentralbank sein würde. Schon als die EZB 1998 ihre Arbeit im angemieteten Eurotower aufnahm, begann die Suche nach einem geeigneten Standort für ihren künftigen Sitz. Nachdem 35 mögliche Standorte in der Stadt geprüft worden waren, entschied sich die EZB für das Grundstück der Großmarkthalle einschließlich der Großmarkthalle selbst. Eine Machbarkeitsstudie hatte gezeigt, dass dieser Standort aus ökonomischer Sicht der geeignetste ist, dass er über eine gute infrastrukturelle Anbindung verfügt, die Abstandsflächen hier gewährleistet sind und die für eine Zentralbank notwendigen Sicherheitsanforderungen am besten erfüllt werden. Darüber hinaus bietet der Standort ausreichend Platz für bauliche Erweiterungen, falls diese künftig erforderlich werden sollten.
2001 wurde zwischen der EZB und der Stadt Frankfurt am Main ein städtebaulicher Rahmenvertrag geschlossen, in dem die Rahmenbedingungen für die Grundstücksübergabe und den geplanten Neubau festgelegt wurden. Im März 2002 unterzeichneten die EZB und die Stadt Frankfurt am Main den Kaufvertrag über das Gelände, und bereits im November des gleichen Jahres wurde ein internationaler Architekturwettbewerb ausgelobt.
Die erste Phase des Wettbewerbs, zu der 80 Architekturbüros zugelassen wurden, begann im April 2003. Im August 2003 wurden zwölf Entwürfe für die Teilnahme an einer zweiten Phase ausgewählt, in der die jeweiligen Bearbeiter zur Einreichung eines detaillierteren Entwurfs aufgefordert waren. Die Jury, die am 13. Februar 2004 tagte, entschied sich für drei Preisträger, die dann in der Überarbeitungsphase ihre eingereichten Entwürfe noch einmal verbessern konnten.
Am 13. Januar 2005 gelangte der EZB-Rat zu dem Schluss, dass das überarbeitete Entwurfskonzept des Wiener Architekturbüros COOP HIMMELB(L)AU die Vorgaben der EZB am besten erfüllt. Gleichzeitig entschied er, eine Optimierungsphase durchzuführen, während der das Architekturbüro die Möglichkeit hatte, seinen Entwurf weiter zu verfeinern. Seit 2006 hat das Projekt die Vorentwurfsplanung, die im Februar 2007 abgeschlossen wurde, die Entwurfsplanung, deren Ergebnisse im Oktober 2007 vorgelegt wurden, und schließlich die seit Januar 2009 andauernde Ausführungsplanung durchlaufen.
Im April 2010 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Der Neubau soll bis Ende 2013 fertiggestellt werden, der Umzug der EZB in das Gebäude ist für 2014 geplant.